Boskoop Als Zufallssämling wurde diese Sorte 1856 im niederländischen Ort Boskoop entdeckt. Heute sind vorwiegend verschiedene Typen des Roten Boskoop im Anbau. Der große Apfel präsentiert sich in unterschiedlichen Formen von hoch rund bis flach kugelig, meist mit abgeflachten breiten Kanten. Die 200 g schweren Früchte fühlen sich trocken und rau an, denn typisch für Boskoop ist eine netzartig über die Schale verteilte Berostung. Die grünlich gelbe Grundfarbe wird von einer roten Marmorierung überzogen, während die Deckfarbe beim Roten Boskoop flächig von einem dunkel- oder braunroten Ton überzogen ist Das hellgelbe Fleisch ist mürbe, saftig und schmeckt säuerlich-würzig. Boskoop ist als typischer Kochapfel bekannt, wird aber auch frisch gegessen. Industriell wird er vor allem zu Saft und Schaumwein verarbeitet. Grund ist der enorm hohe Zuckergehalt von 15 & – nur die Sorten Fuji und Rubinette enthalten noch etwas mehr Zucker. Dass Boskoop dennoch so sauer schmeckt, liegt am gleizeitig sehr hohen Säuregehalt von 11 % – keine Marktsorte hat höhere Säurewerte. Diese Sorte eignet sich aufgrund des hohnes Zuckergehalts nicht als Diabetikerapfel und nur bedingt als „biologische Zahnbürste“. Zum Kochen und Backen sollte man Boskoop nur verwenden, wenn man wünscht, dass die Frucht zerfällt. Auf Kuchen wirken Sorten wie Berlepsch,Braeburn, Idared oder Golden Delicious weitaus attraktiver. Als Winter-Dauersorte wird dieser Apfel im Oktober gepflückt und am besten von Dezember bis März verzehrt. |