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Fruchthandel Hamburg

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Brunnenkresse

Die Brunnenkresse ist eine krautige, ausdauernde Wasserpflanze. Ihre bis zu 60 cm langen Sprossen kriechen am Grunde des Gewässers entlang. Die oberen Stengelteile steigen auf. Diese oberirdischen  Triebe tragen fleischige, elliptische, leuchtend grüne Seitenblättchen und nahezu herzförmige, ebensolche Endblätter. In der Bundesrepublik wird die herb-pikante Brunnenkresse noch wenig gegessen, in anderen  europäischen Ländern hingegen als Delikatesse geschätzt.

Die Brunnenkresse ist vermutlich in Südosteuropa und West-Asien beheimatet. In Europa war sie schon im Mittelalter als Gemüse und Heilpflanze  geschätzt. Heute kommt sie wild an Bachrändern in Europa, Asien und Amerika vor. Als größte Fundstellen gelten das Dreibrunnenfeld bei Erfurt in Thüringen und die Picardie in Nordfrankreich. Von größerer Bedeutung  ist der Anbau auch in Großbritannien sowie in den USA. Brunnenkresse kann das ganze Jahr über geerntet werden. Im Sommer setzt man die Ernte aber aus, weil genügend andere Salatsorten auf dem Markt sind.  Haupterntezeit bei Erfurt ist Mitte September bis Ende Mai.

Die Blätter der Brunnenkresse besitzen einen hohen Gehalt an den Mineralstoffen Calcium, Phosphor und besonders Eisen und Jod (Brunnenkresse ist eines unserer jodreichsten Gemüse). Hoch ist  auch der Gehalt an ätherischem Öl (bedingt den rettich- oder senfartigen Geschmack) sowie an Provitamin A und Vitamin C (doppelt so hoch wie beim Feldsalat). Insgesamt genießt die Brunnenkresse große Wertschätzung  wegen ihrer gesunden Inhaltstoffe, die sie auch zur begehrten Heilpflanze machen. Als Rohkostkur oder Saft gilt sie als nützlich zur Behandlung von Blutarmut, zur Blut- und Hautreinigung und als harntreibendes  Mittel.

Brunnenkresse sollte in jedem Fall binnen 24 Stunden nach dem Kauf verbraucht werden.

Um die Wirk- und Aromastoffe voll zu erhalten, verzehrt man Brunnenkresse am besten roh als Salat oder  klein gehackt wie Schnittlauch auf Brot, Kartoffelsalat, Bratkartoffeln oder in Fleischbrühe.