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Fruchthandel Hamburg

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Artischocke

Artischocken sind rundlich oder zylindrisch, etwa 7-13 cm groß, violett oder grün und wiegen 150-500 g. Sie bestehen aus einem fleischigen Boden,  dem wertvollsten Teil des Blütenkopfes, und den dachziegelartig übereinanderliegenden Hüllblättern. Diese weisen am unteren Ende fleischige Verdickungen auf, die, wie auch der Boden, verzehrt werden.

Angebaut wird sie in allen gemäßigten und südlichen Breitengraden, schwerpunktmäßig im gesamten Mittelmeerraum. Bedeutende Erzeuger sind Frankreich,  Italien, Spanien, Ägypten, Israel, Algerien, Marokko, Türkei, Iran, USA. Artischocken gibt es fast das ganze Jahr über, schwerpunktmäßig im Spätherbst und Spätfrühjahr.

Artischocken enthalten das Kohlenhydrat  Inulin und den Bitterstoff Cynarin, Eiweiß, Calcium, Eisen, Provitamin A und Vitamin B1. Die Stärke Inulin wird beim Kochen zu Fruchtzucker und kann - wichtig für Diabetiker - ohne das Hormon Insulin abgebaut  werden. Seit Jahrhunderten schätzt man in der Populärmedizin die wohltuende Wirkung aller Teile der Pflanze auf Magen, Galle und Leber.

Artischocken sind kein Lagergemüse. Frisch kommt der feinwürzige  Geschmack und die wertvollen Inhaltsstoffe am besten zur Geltung.

Artischocken werden gekocht gegessen. Zum Verzehr die Stiele mit den untersten 3-4 Hüllblättern abschneiden, den Blütenkopf gut waschen und  in kochendes Wasser geben. Das Kochwasser wird mit Salz, Essig und/oder ein wenig Zitronensaft gewürzt; Kochzeit 40-45 Minuten. Achtung! Keine Aluminiumtöpfe zum Kochen verwenden, in diesen verfärbt sich die  Artischocke grauschwarz. Zum Essen werden die Blätter einzeln aus dem Blütenkopf gezupft, mit dem unteren fleischigen Ende in eine pikante Soße gestippt und mit den Zähnen abgezogen. Anschließend legt man den  Blütenboden, das Herz der Knospe, zum Verzehr frei. Artischocken passen vorzüglich zu Geflügelsalat, zu den verschiedensten Fleischgerichten, ergeben auch köstliche Cremesuppen und sind in sonst noch mannigfaltiger  Weise zu verwenden.