| Brokkoli Der Brokkoli oder Spargelkohl ist der feine Verwandte des Blumenkohls. Der Blütenstand wächst jedoch nicht wie beim Blumenkohl zu einem einheitlich geschlossenen Kopf zusammen. Die dunkelgrünen, oft fast bläulich schimmernden Blütenröschen sitzen auf locker verzweigten Stielen. Daneben entstehen an der mit großen Blättern besetzten Sproßachse zahlreiche spargelschoßähnliche Seitentriebe. Der vorzügliche Brokkoli schmeckt herzhafter als Blumenkohl, entfernt spargel- oder spinatartig.
Urheimat aller Kohlsorten ist Kleinasien. In Europa wird Brokkoli neben Deutschland hauptsächlich in Italien, Spanien, Frankreich, Holland und England angebaut. So ist ein ganzjähriges Angebot möglich.
Der chlorophyllhaltige Brokkoli ist ernährungsphysiologisch dem Blumenkohl überlegen. Zu nennen ist der Gehalt an Eiweiß, Kohlenhydraten, den Mineralstoffen Kalium, Calcium, Phosphor, Eisen (mehr als im Spinat!) und Vitaminen, besonders Provitamin A, B1, B2 und C (fast so hoch wie in der Paprika!). Neuere Untersuchungen weisen auf die Wirkung von Brokkoli als Karzinom-Prophylaxe hin.
Frische Bohnen sollen fest und knackig sein. Das erkennt man daran, ob die Hülse bei scharfem Umbiegen glatt durchbricht. Die Bruchstelle sollte außerdem grün und saftig sein. Im Gemüsefach des Kühlschranks beträgt die Haltbarkeit von Bohnen nur 2 Tage.
Vom Brokkoli verzehrt man außer der Blume auch die Stiele und sogar die Blätter. Brokkoli bereitet man ähnlich wie Blumenkohl zu. Schneidet man den Stiel von untenkreuzweise ein, gart er ebenso schnell wie die Röschen. Die zarten Blätter ergeben ein wirsingartiges Gemüse. Gekochter Brokkoli findet außer als Beilage zu Fleischgerichten Verwendung zu Salaten, Suppen, Soßen, Gemüseeintopf und Brokkoli-Aufläufen. |