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Fruchthandel Hamburg

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Pfeffer.
Pfeffer ist ein Klettergewächs welches heute vorwiegend in Indien, Malaysia und Sumatra angebaut wird. Die Pflanze benötigt 8 Jahre bis zu ihrer vollen Reife und liefert dann für rund 20 Jahre Früchte. Die  grünen, schwarzen und weissen Pfefferkörner stammen alle von derselben Pflanze und erhalten ihre Färbung lediglich durch die unterschiedliche Erntezeit. Der grüne Pfeffer ist der unreife Samen, der schwarze wird  kurz vor seiner Reife geerntet und der weisse ist der vollreife Samen, welcher aus seinem getrockneten Fruchtfleisch geschält wurde. Der rote Pfeffer stammt vom peruanischen Pfefferbaum und unterscheidet sich auch  im Geschmack von den anderen. Der rote Pfeffer wird den Pfeffermischungen hauptsächlich wegen seiner dekorativen Wirkung beigefügt. Roter Pfeffer in starker Überdosierung konsumiert kann zu Krämpfen bis hin zu  Lähmungserscheinungen führen.

400 v. Chr. wurde der Pfeffer erstmals vom griechischen Philosoph Theophrast beschrieben. Um 50 n. Chr.  schreibt der römische Geschichtsschreiber in seiner Abhandlung über die Naturgeschichte, dass der lange Pfeffer fast 4 mal so teuer sei wie der schwarze. 176 n. Chr. wurde von den Römern Zoll auf Pfeffer erhoben.  408 n. Chr. verlangten die Goten nach der Besiegung von Rom, neben Gold- und Silberzahlungen auch Pfeffer als Zahlung. Durch die Nachfrage nach Pfeffer im römischen Reich stiegen die Preise ins Unermessliche.  Pfeffer wurde buchstäblich mit Gold aufgewogen. Im Mittelalter galten einzelne Pfefferkörner als Zahlungsmittel. Steuern, Leibeigene und ganze Besitztümer wechselten ihre Besitzer durch Pfefferzahlungen.

Pfeffer war so beliebt, dass Vasco da Gama auch wegen des Pfeffers und des Gewürzhandels insgesamt nach einem Seeweg  nach Indien suchte. Der Pfeffer hat so den Kolonialismus entscheidend mitgeprägt.