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Fruchthandel Hamburg

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Granatapfel

Der Granatapfel, der sich im Orient allergrößter Beliebtheit erfreut und nach dem in Spanien Stadt und Provinz Granada benannt sind, ist die  Scheinbeerenfrucht des 5-8 m hohen, immergrünen Granatapfelbaumes. Die gelbbraune bis dunkelrote Frucht ist groß wie ein Apfel und gekrönt mit 6 verhärteten Kelchblattzipfeln. Unter der etwa 5 mm dicken Schale der  Frucht befindet sich das geleeartige Fruchtfleisch, das, unterteilt in mehrere Fächer, zahllose, von einer süß-aromatischen Samenschale umhüllte Kerne beherbergt.

Die Heimat des Granatapfelbaumes reicht von  Vorderasien bis zum Himalaja. Sein Anbau findet in Afghanistan, im Iran, in Spanien, Italien, Israel, auf den Kanaren, Madeira und Zypern, in Kalifornien und Zypern statt. In der zweiten Jahreshälfte sind  Granatäpfel ständig auf dem Markt; von Oktober bis Dezember aus Spanien und Italien, von Juni bis Oktober aus Israel und anderen Mittelmeerländern. Sorten gibt es zwar viele, für den Handel ist dies aber unrelevant.

Granatäpfel enthalten keine nennenswerten Mengen an Vitaminen und Mineralstoffen. Nur einen relativ hohen Kalium- und Phosphorgehalt kann man erwähnen. Der Saft soll eine heilende Wirkung bei Herz- und  Magenschmerzen besitzen, außerdem auch bei fieberhaften Erkrankungen.

Vorsicht! Die in der Frucht befindliche Gerbsäure verursacht auf Kleidung bräunliche, kaum zu beseitigende Flecken.

Zur Verwendung  schneidet man die harte, ungenießbare Schale des Granatapfels vom Kelch zum Stiel mehrfach ein. Dann zieht man die Spalten ab, um das Innere der Frucht freizulegen. Allerdings kann man die Frucht auch einfach in der  Mitte durchschneiden. Das Objekt dieser Operationen ist beide Male das weiße bis hellrote Fleisch der Samenhüllen. Freilich beeinträchtigen die Kerne den Genuss etwas; normalerweise kaut man sie aus. Natürlich  lassen sich Granatäpfel auch auspressen; der gewonnene Saft schmeckt angenehm süß bis feinsäuerlich. Weitere Verwendung finden Saft und Samenhüllen zu Obstsalaten, Eisbechern, Granatapfelcreme usw.