| Kaktusfeige Viele Kakteenarten bringen Früchte hervor, die als Obst genutzt werden können; allein die Kaktusfeige ist die einzige Frucht, die auf dem internationalen Obstmarkt eine Rolle spielt. Der Opuntienkaktus wird bis zu 4 m hoch und besteht aus bis zu 2 cm dicken scheibenförmigen Gliedern. An den Rändern dieser Glieder sitzen die gelben Blüten, aus denen die Früchte (eiförmig mit warzenartigen Erhebungen und Stacheln) hervorgehen, die zunächst grün, mit zunehmender Reife gelblich bis dunkelbraun sind. Das weiche, geeleartige, mit zahlreichen Kernen versehene Fruchtfleisch ist süß, birnenähnlich und erfrischend.
Die Heimat der Kaktusfeige liegt in Mexiko und im tropischen Amerika. Heute findet man sie – manchmal sogar in einem lästigen Maße – in allen Trockengebieten der Tropen und Subtropen. Erwerbsmäßiger Anbau erfolgt u. a. in Mittel- und Südamerika, in Kalifornien, Australien, Südafrika, Algerien, Tunesien usw. Unsere Märkte erreichen von September bis Dezember Lieferungen aus Italien und Spanien und von Dezember bis April aus Brasilien und Afrika.
Zu den Inhaltsstoffen der Kaktusfeige zählen Zucker (12-18 %), Calcium, Vitamine der B-Gruppe und Vitamin C.
Die Stacheln der Kaktusfeige verursachen einen unangenehmen Juckreiz. Deshalb empfiehlt es sich, bei ihrer Behandlung Küchenhandschuhe überzuziehen. Bekommt man doch mal einen Stachel in die Hand, geht man so vor: Kerzenwachs draufträufeln, erkalten lassen und entfernen.
Von der Kaktusfeige wird nur das Fruchtfleisch gegessen. Bei der Zubereitung ritzt man die Haut ein und zieht sie ab. Oder aber man schneidet die Frucht durch und löffelt sie aus. Die Kerne kann man mitessen. Gut gekühlt oder gezuckert, mit Zitronensaft, Eierlikör, Marmelade oder heißer Schokolade übergossen, ist die Kaktusfeige besonders köstlich. Weiterhin bietet sie sich an zur Verwendung für Obstsalate, Salate mit Schinken, Geflügel, Scampis, für Feingebäck, Gelee, Sirup usw. | |