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Fruchthandel Hamburg

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Gemüse-Paprika

diverse scharfe Paprikasorten - kurz beschrieben

Durch Kolumbus von seiner Entdeckung Amerikas nach Europa mitgebracht, hat Paprika jedoch nachweislich eine mindestens 2000 Jahre alte Geschichte. Wildwachsend ist die Pflanze in ganz Süd- und Mittelamerika, bis hin nach  Florida zu finden.

Nachdem Stimmen laut wurden über dieses feuerrote Gewürz, "süß wie die Sünde und scharf wie der Teufel", begann man auch in Europa mit der Kultivierung. Erst in den fünfziger Jahren gelang  es in Ungarn dem Gewürz die Schärfe zu nehmen. Die Pflanze verträgt so gut wie jedes Klima und man findet sie inzwischen fast überall auf der Welt. Sowohl in Ungarn als auch in Spanien wird Paprika im großen Stil angebaut.  Wasser und Sonne sorgen für bestes Aroma, sie mögen nur keine extremen Temperaturschwankungen.

Die strauchigen, einjährigen Paprikabüsche, zu den Nachtschattengewächsen (Solanaceae) gehörend, können bis zu einem Meter  hoch werden. Ihre dunkelgrünen, breitlänglichen Blätter mit ihren kleinen weißen Blüten machen die Pflanze zu einer Augenweide. Aus den Blüten bilden sich die länglichen Beerenfrüchte, welche bis zu fünfzehn Zentimeter lang  werden können und in verschiedensten Formen wachsen. Die Farbe stellt den Reifegrad dar, grün ist unreif und gelb mittelreif. Eine reife Frucht ist rot und bei manche Sorten sogar fast schwarz. Man unterscheidet zwischen  Gewürz- und Gemüsepaprika. Die Schoten des Gewürzpaprikas, der immer erst reif, also rot geerntet wird, werden einige Wochen, auf Schnüren aufgezogen, in der Sonne getrocknet und dann verarbeitet. Erst in ihrer  Weiterverarbeitung wird die Qualität bzw. der Schärfegrad bestimmt.
Entfernt man die Samen und Rippen, so bildet sich ein gehaltvollerer und milderer Geschmack, aromatisch-süsslich. Die Farbe des Gewürzes ist dann intensiv  rot. Um so heller ein Paprika ist, um so mehr Samen wurden mitgemahlen und um so schärfer wird er, oft auch mit einem pfefferartigen Unterton.

Mit den schärferen Sorten wird erst zum Schluß der Garzeit gewürzt, je  süßlicher und milder er ist, desto früher darf er in die Töpfe und dann auch in größeren Mengen. Bestandteil vieler Gewürzmischungen, wird er je nach Sorte sowohl für Fleisch wie auch zum Rösten und Grillen vieler Fischarten  verwendet. Paprika würzt Suppen und Saucen ebenso, wie verschiedene Gemüsesorten und Pilze. Durch seine bindende Wirkung kann er sehr gut für Saucen, Beizen und Marinaden verwendet werden. Um sich zu entfalten benötigt Paprika  Fett. Beachten Sie dies bei der Zubereitung Ihrer Speisen.

Wegen seiner unterschiedlichen Geschmacksrichtungen ist er ein sehr vielseitiges Gewürz, mit dem man ein wenig "spielen" sollte.